SUSPENDERS - die Geschichte

Im Herbst 2001 wurden zwei altgediente Musiker reiferen Alters, Hanspeter Jaiser und Toni Saner, wieder vom Bühnenfieber gepackt. Man beschloss, nach längerer künstlerischer Pause die öffentliche Musikszene doch noch einmal zu bereichern. Die Stilrichtung sollte eine gute Mischung aus Oldies und Country sein. Im Duo tönte das etwas mager, also hielt man Ausschau nach Gleichgesinnten. Zu Gitarren, Harp und Akkordeon gesellten sich "nadisna" Bassgitarre und Schlagzeug. Die dazugehörigen Marianne Bürki, respektive Hansueli Reist entpuppten sich ebenfalls als rückkehrfreudige Musikerabstinenzler.

Am 17. April 2003 schlug dann die Stunde der Wahrheit. Im H-Boyz-Studio produzierte das Quartett ihre Demo-CD namens "Warm Up". Ermuntert durch den vielstimmigen Applaus über das gelungene Produkt fand man den Zeitpunkt für gekommen, in aller Öffentlichkeit zu musizieren. Und so kam es dann auch im Oktober 2003 zu der denkwürdigen Première vor Freunden und Bekannten im ausverkauften Reberhaus zu Bolligen.

Im Sommer 2003 grub übrigens Toni seine alte Fiddle wieder aus und einige Monate später schloss sich die Pedal-Steel dem Chor der Gitarren wieder an. Nach zahlreichen Live-Konzerten an kleineren und grösseren Anlässen ergriff dann  ein kühner Gedanke die vier Musiker und liess sie nicht mehr los: eine eigene, richtige CD muss her! Nach sehr intensiven Vorbereitungen war es Ende Februar 2008 dann soweit. In den Räumen der Eurotop Productions in Hindelbank wurde während sechs Tagen bis zum Umfallen gesungen, gemusigt, gejodelt, gebastelt und gemixt. Aus dem reichhaltigen Inhalt der Repertoirkiste, in der sich Songs und Instrumentals aus den verschiedenen Richtungen der Oldies- und Country-Musik tummeln, von CCR zu Johnny Cash, von Gus Backus zu Uriah Heep, von Buck Owens über die Spotnicks zu den Shadows, wurden siebzehn Titel herausgepickt und auf der CD verewigt.

Die Leidenschaft der Suspenders gehört aber nach wie vor den Live-Auftritten, an denen sie mit ihrer grossen, ansteckenden Spielfreude immer wieder  Alt und Jung zu begeistern vermögen.

Seit Herbst 2008 wirkt hinter dem Schlagzeug der einstige Profidrummer Andi Kiss aus dem Berner Seeland. Er sorgt mit seinem vielfältigen und leidenschaftlichen Spiel für den richtigen Groove und hält seine Freunde mit eisernen Schlägern von takt-ischen Entgleisungen ab.

Leider musste sich Marianne aus gesundheitlichen Gründen Ende 2009 vom öffentlichen Musizieren verabschieden. Mit viel Glück konnte Max Schmid gluschtig gemacht werden, in die Basslücke zu gumpen und die nötigen "good vibrations" los zu lassen.